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Archive for Juli, 2008

kurzurlaub an der mosel

Donnerstag, Juli 31st, 2008

was

hatte

ich

tolle

zwei

Tage!

Großartig!

Dienstag Abend klingelte bei mir ziemlich spät noch das Telefon: Männlein war dran, ob ich Lust hätte Mittwoch spontan mit ihm an die Mosel zu fahren.

Spontan ist mein zweiter Vornahme.

Schnell ein paar Dinge zusammengepackt (auch für evtl Übernachtung an der Mosel), Fresschen, Decke, Leine und Hundi mitgenommen und dann war ich am Mittwoch gegen 10 Uhr in der Früh bei ihm.

Von dort aus sind wir weiter nach Cochem an der Mosel- einem wunderschönen romantischen Örtchen mit einer wunderbaren Burg.

Da uns ein Mittagshüngerchen plagte, entschieden wir uns für ein Eis in der Altstadt.

Danach sind wir bei guten 34°C Ortstemperatur zu Fuß weiter hoch zur Burg und haben dort die Führung mitgemacht.

Das wunderschöne gotische Bauwerk ist noch gut erhalten bzw sehr gut rekonstruiert und absolut einen Besuch wert. Auch war die Führung gut zum abkühlen, denn der Weg hoch zur Burg war durch die hohe Temperatur doppelt anstrengend. Oben angekommen waren wir pitschnaß.

Die Führung war sehr interessant und manchmal, wenn von Geheimgängen die Rede war, auch etwas unheimlich.

Alles in Allem war es sehr interessant und wunderschön anzusehen.

Von dort oben hatte man einen tollen Blick auf Cochem und die Mosel.

Der Abstieg war nicht viel unbeschwerlicher. Denn so ein steiler Hang geht ziemlich auf die untrainierten Waden. Aber ich will nicht meckern. Der tolle Ausblick und überhaupt das ganze Umfeld waren die Strapazen wert.

Von dort aus sind wir dann weiter ins 40 km entfernte Bernkastel-Kues, was zwar landschaftlich auch wieder sehr schön anzusehen aber doch etwas „altbacken“ war. Wir hoben extrem den Altersdurchschnitt.

Schon nach relativ kurzer Zeit entschieden wir uns, zurück nach Cochem zu fahren um dort nach einem Restaurant für das Abendessen und eine Nachtunterkunft zu suchen.

Leider waren alle annehmlichen Zimmer bereits ausgebucht und die Kaschemme für 70 € die Nacht wollten wir dann auch nicht nehmen. Es zog ein Unwetter auf und wir entschieden uns erstmal für Flammkuchen in einem Hotelrestaurant direkt an der Mosel um dann zu überlegen, ob wir weiter nach einem Zimmer suchen oder doch noch Heim fahren.

Nach dem sehr sehr guten Abendessen mit überaus süffigem Riesling für mich und einer Traubenschorle für ihn gingen wir noch auf die andere Seite der Mosel. Inzwischen hatte sich das Unwetter relativ zügig wieder verzogen und nur ein paar Regentropfen hinterlassen sodass wir dort noch einen schönen Spaziergang machen konnten.

Leider waren auch am anderen Ufer alle Hotels belegt, so dass wir uns gegen 23.45 h entschieden, doch wieder zurück nach Lüdenscheid zu fahren.

In Lüdenscheid gab es erst eine Dusche, dann noch einen Prosecco als Absacker und er bot mir eine Nachtunterkunft an, die ich im Hinblick auf meine plötzliche Bettschwere dankend annahm.

Nach 2-stündigem Wachliegen wegen des schließlich nicht mehr auszuhaltenden Schnarchkonzerts neben mir, entschloss ich um 4.15 h auf die Couch im Wohnzimmer auszuwandern.

freiheit

Mittwoch, Juli 30th, 2008

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.
Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann.
Darum zerstöre ich nicht meinen eigenen Charakter aus Furcht, die Blicke und die Aufmerksamkeit der Menschen auf mich zu ziehen und ich stürze mich auch nicht in das Nichts der Belanglosigkeit um der Gefahr zu entgehen, besondere Kennzeichen zu haben.
Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas zu sehnen und es zu verwirklichen, Schiffbruch zu erleiden und Erfolg zu haben.
Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen, Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen, lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges als die dumpfe Ruhe Utopiens.
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: dies ist mein Werk.

Albert Schweizer und Nicolas Chamfort konnten es besser formulieren als ich es je hätte tun können.